Freitag, 14. Mai 2010

Googel Maps schluckt Googel Earth

Großartige Neuigkeiten gibt es von Googles Kartendienst Maps zu vermelden. Dem haben die Entwickler nämlich das Google Earth Plug-In gefüttert. Maps kann nun über den am rechten oberen Rand befindlichen Umschalter nicht nur  Straßen- und topographische Karten anzeigen, sondern die Erde auch dreidimensional darstellen. In Maps funktioniert die 3D-Ansicht auch deutlich flüssiger, als bei dem schon vor einer ganzen Weile veröffentlichten GE-Plugin. Dabei kann man auch die bekannten Tastenfunktionen nutzen, also etwa das drehen der Karte mit dem Mausrad bei gedrückter Steurerungstaste.
Und noch eine grandiose Neuigkeit gibt es zu vermelden - in Maps lassen sich nun direkt KML- und KMZ-Dateien laden. Dazu fügt man unter den "Eigenen Karten" einfach eine Karte hinzu, geht dann auf "Bearbeiten". Dort findet sich nun ein "Import"-Button. Wer Routen, Waypoints und Tracks aus gängiger GPS-Software als KML exportiert oder entsprechende Dateien in Google Earth angelegt hat, kann sie nun einfach in Google Maps importieren.
Der große Vorteil dabei, klickt man dann auf "Link" am rechten oberen Kartenrand, lassen sich die Daten spielend leicht in eine Webseite, eine Blog oder eine Email kopieren. Vorher war dazu immer deutlich mehr Gefummel nötig und die KML / KMZ-Datei musste zudem auf einem Server liegen um online angezeigt zu werden. Das entfällt nun, Google bietet  direkt den Speicherplatz.
Außerdem läuft Maps ja bekanntlich komplett im Browser, die Installation von Google Earth  um entsprechende Daten zu betrachten entfällt. Bearbeiten lassen sich die KML-Daten allerdings in Maps nicht. Um sie anzulegen benötigt man weiterhin Google Earth oder eine Editor, wie North Gates' KML-Editor.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Touratech QV 4

Touratech QV4

Die neue Version der Touratech Software QV 5 ist schon fast erhältlich. Denoch habe ich mich entschlossen mal noch eine kleine Rezension von QV 4 zu posten:
Eine der interessantesten Möglichkeiten in QV4 ist die Unterstützung für das Garmin IMG-Kartenformat. Dieses Format nutzt die Garmin-MapSource-Software um Kartendaten in kartenfähige GPS-Geräte zu übertragen. Die bekannten Mapsource-Produkte, wie „City Select Europe“ sind kostenpflichtig und müssen auf jeweils ein bestimmtes Gerät freigeschaltet werden. Daneben gibt es jedoch im Internet mittlerweile eine Vielzahl freier, von engagierten Benutzern erstellte Karten für Garmin-Geräte, die mit QV4 eingelesen und bequem mit einem Knopfdruck ins GPS übertragen werden können. Falls es für das geplante Ziel einer Tour weder MapSource-Daten, noch freie Karten gibt, können mit den üblichen Zeichenfunktionen in QV auch eigene IMG-Karten erstellt und geladen werden.
Erfreuliches gibt es auch von der Arbeit mit den Navteq-Vektorkarten zu berichten. QV4 ist speziell auf die Verwendung mit diesen Karten optimiert, was sich in einem deutlichen Geschwindigkeitszuwachs beim Scrollen, Zoomen und auch bei der Routenplanung bemerkbar macht. Darüber hinaus sind die Navteq-Karten sehr detailliert und decken nahezu ganz Europa, die USA und Kanada ab. Natürlich kann QV4 darüber hinaus noch eine Vielzahl weitere Kartenformate verarbeiten.
Etliche Details, wie verbesserte Drag&Drop-Eigenschaften zum Öffnen von Karten oder zum Anzeigen von Markierung, das automatische Erkennen eines angeschlossenen GPS, oder eigene Toolbox-Buttons zum Zoomen und Löschen von mehreren Markierungen machen das Arbeiten mit der Software noch komfortabler.
Wer gerne auf Rennstrecken oder im Gelände trainiert, kann nun mit dem Trackprozessor seine Runden bequem in einzelne Tracks zerlegen und anschließend mit dem Multi-XY-Diagramm mehrere Tracks gleichzeitig ansehen und auswerten. Mit der Funktion „Multi-Trackreplay“ lassen sich zudem mehrere Tracks, wie verschiedene Runden eines Trainings oder verschiedene Teilnehmer eines Rennens gleichzeitig auf dem Bildschirm animiert abspielen. Auch hier bietet das XY-Diagramm wieder die Möglichkeit verschiedene Daten auszuwerten und miteinander zu vergleichen.
Auch die Routenplanung wurde nochmals verbessert. Beim anlegen von Routen kann QV4 nun nicht nur automatisch eine Straßengenau berechnete Route ermitteln, sondern ermitelt gleichzeitig ein Höhenprofil der Strecke.
Auch zu Google Earth bietet QVeine Schnittstelle. Damit können Routen, Tracks, Wegpunkte und ganze Kartenausschnitte direkt in Google Earth angezeigt werden.
Wer QV4 auf eine Laptop oder einem Tablet-PC mit On-Screen-Display benutzt, wird sich über die neuen Funktionen des GPS-Online-Modus freuen. Sämtliche Bedienfunktionen können zu Gunsten einer größeren Kartendarstellung ausgeblendet werden. Die wichtigsten Funktionen sind dann über eingeblendete, transparente Knöpfe erreichbar, die auf dem Touch-Screen auch bequem mit Handschuhen bedient werden können. In Verbindung mit den Navteq-Karten kann QV bei der Routenführung dann sogar eine Sprachausgabe zur Verfügung stellen.
Unter www.ttqv.com gibt es nicht nur jede Menge Infos zu QV, man kann auch direkt eine Demo Version herunterladen. Die Software steht in unterschiedlichen Versionen zur Verfügung. Neben der Light-Version für  und der Standard-Version für gibt es eine Power-User-Version mit erweitertem Funktionsumfang, wie etwa dem gleichzeitigen Online-Tracking mehrere Fahrzeuge und einem Roadbook Editor. Mit dem lassen sich mit wenigen Klicks Roadbooks erstellen und in unterschiedlichen Fromaten ausdrucken. Profis und gewerbilche Anwendungen ist auch eine „Professional“-Version erhältlich.
Momentan gibt es bei Touratech ein Bundle aus QV 4 Standard und NAVTEQ Navi Europa 2010 zum Preis von 279 Euro. QV gehört sicherlich zu den leistungsfähigesten Software-Lösungen für GPS auf dem Markt und ist ideal frü alle, die mit vielen unterschiedlichen Karten und großen Datensammlungen arbeiten wollen. Und im rege genutzen und gut gepflegten QV-Forum findet man jede Menge Informationn und Hilfe auch zu ungewöhnlichen Anwenungsproblemen.<<<<<<<<

Freitag, 7. Mai 2010

Was ist A-GPS?

Immer mal wieder bin ich den letzen Tagen über die Frage gestolpert, was eigentlich mit A-GPS gemeint ist, des häufi bei Handys verwendet wir. Mobiltelefone, besonders so genannte »Smartphones« mit offenen Betriebssystemen, bei denen Programme nachinstalliert werden können, verfügen immer öfter über GPS-Module. Tatsächlich sind die Anwendungsmöglichkeiten auch sehr vielfältig. Über die Mobilfunkverbindung lassen sich etwa via Google-Suche Restaurants, Tankstellen oder andere »Points of Interest« suchen, zu denen das Gerät dann mittels GPS direkt navigieren kann. Das Gleiche funktioniert natürlich auch mit Adressen aus dem Telefonbuch. Die Mobilfunk- und Navigationsindustrie spricht gerne von ortsbezogenen Diensten (Location Based Services). Und nicht zuletzt spart man sich beim Kauf eines entsprechenden Telefons die Anschaffung eines separaten Navigationssystems. Doch leider gibt es bauartbedingt einige Probleme. Moderne und sehr leistungsfähige GPS-Chips, wie etwa die SiRF-Empfänger in Garmin- und Tom Tom-Navis, liefern auch unter schlechten Empfangsbedingungen, in engen Häuserschluchten oder unter Laub noch sehr genaue Ergebnisse, benötigen aber nach dem Start eine gewisse Zeit, bis sie Kontakt zu den Satelliten aufgenommen haben und eine Position errechnen konnten. Zudem ist der Energiehunger dieser Chips relativ hoch.

Hallo Satellit!
Die GPS-Satelliten senden alle 30 Sekunden Infos zu Uhrzeit, Standort, Datum, Identifikationsnummer und Korrekturen. Unterdessen rasen die Satelliten aber auf sechs Bahnen weiter um die Erde, weshalb sich die Konstellation der empfangbaren Satelliten ständig verändert. Um nun ihren eigenen Standort zu bestimmen, müssen GPS-Empfänger die geeigneten Satelliten und deren Daten heraus filtern. Dazu sind in jedem Empfänger die Frequenzen und Codes aller aktiven GPS-Satelliten hinterlegt, der so genannte »Almanach«. Nach dem Einschalten vergleicht der Empfänger die von den Satelliten gesendeten Daten mit seinem Almanach, was selbst bei gutem Empfang zwischen 40 Sekunden und mehreren Minuten dauern kann. Hat das GPS mehrere Stunden seine Position nicht bestimmt, oder wurde das Gerät ohne Empfang einige Kilometer bewegt, verlängert sich die Positionsbestimmung zusehends.


Hilfe vom Boden
Meist kommt in Mobiltelefonen dass so genannte A-GPS, oder »Assistet-GPS« zum Einsatz. Es soll zunächst einmal für eine deutlich schneller Ortsbestimmung sorgen. Die »Unterstützung«, die das GPS-Modul dabei erhält kann auf zwei Arten erfolgen.
Anhand der Funkzelle, bei der das Telefon eingebucht ist, ist der ungefähre Aufenthaltsort bereits bekannt. Nach dem Prinzip der Triangulation, oder »Kreuzpeilung« kann dieser Ort kann durch Messungen der Signallaufzeiten von anderen in der Nähe befindlichen Mobilfunkmasten weiter präzisiert werden. Der Empfang von mindestens drei Basisstationen ist erforderlich, um den Standort auf diese Weise eindeutig ausrechnen zu können. Diese Art der Ortsbestimmung funktioniert in GSM und UMTS-Netzen, so wie mit W-LAN Einwahlpunkten. Voraussetzung ist aber, dass möglichst viele Referenzpunkte in Form solcher Einwahlpunkte vorhanden sind. Die Methode funktioniert also deutlich besser in dicht besiedelten Gebieten und im innerstädtischen Bereich. Im Wald oder an Orten, wo auch der Mobilfunkempfang schlecht ist, funktioniert sie nicht. Bei guter Anbindung ist dafür aber auch eine ungefähre Positionsbestimmung in Gebäuden möglich. Vor allem kann die so grob ermittelte Position verwendet werden, um den Suchbereich für die Satellitensignale einzuschränken und somit die Positionsbestimmung via GPS deutlich zu beschleunigen.
Bei einer weiteren Variante des A-GPS werden die Almanach-Daten im GPS-Empfänger über das Mobilfunknetz von Referenzempfängern aktualisiert, die stationär an Orten mit guter Sicht zum Himmel aufgestellt sind und deren exakte Positionsdaten bereits vermessen wurden. Mit dieser Methode ist die Positionsbestimmung ebenfalls deutlich schneller möglich, allerdings setzt sie beim GPS-Gerät guten Empfang voraus. In Mobiltelefonen, die klein und leicht seine sollen, ist meist kaum Platz für eine empfangsstarke GPS-Antenne, was wiederum der Hauptgrund für die relativ schlechte Leistung der Handy-GPS-Chips ist.

Mittwoch, 5. Mai 2010

GPX und OVI-Maps

Nach dem letzten Eintrag zu den Erfahrungen mit den OVI-Maps bekam ich einige Anfragen, ob man denn auch GPX-Dateien in die OVI-Maps laden kann.
Bislang habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, aber das Thema wird in den Entwicklerforen von OVI-Maps heiß diskutiert und würde natürlich die Möglichkeiten der OVI-Maps erheblich erweitern. Es gibt zwar Apps, mit denen man auf Nokia-Handys GPX-Dateien öffen kann, aber die laden dann Daten von openstreetmaps.org oder ähnlichem und damit gibt es eben nicht die Möglichkeit die Navigationsmöglichkeiten und die Sprachausgabe der Ovi Maps zu nutzen.
Einen ziemlich umständliche Variante, die ich nicht probiert habe, die aber ähnliche Ergebnisse erwarten lässt, gibt es hier.