Freitag, 29. April 2011

TomTom hilft der Polizei beim Blitzen

Dass der Navigationsgerätehersteller TomTom der Niederländischen Polizei ausgerechnte mit den Nutzerdaten aus den Live-Services beim Aufspüren von Temposündern hilft, dürfte sicher eineige Sympathiepunkte kosten. Ob das nun mehr oder weniger absichtlich geschen ist, sei mal dahin gestellt.

Hier die ganze Story ...

Donnerstag, 14. April 2011

RouteConverter - Das GPS-Multitool

Zugegeben, das ultimative Werkzeug zur Konvertierung von GPS-Daten in unterschiedliche Dateiformate ist »GS-Babel«. Keine Software kennt mehr Formate, arbeitet schneller und zuverlässiger. Leider liegt die Software aber nur auf Englisch vor und zeigt eine sehr schlichte Bedienoberfläche. Deutlich besser geht das mit dem »RouteCoverter«, der nahezu jedes gängige GPS-Datenformat lesen und schreiben kann. Darüber hinaus lassen sich geöffnete Routen, Tracks und Wegpunkte auf den Online-Karten von Google und den OpenStreetMaps darstellen. Die Kartenansicht findet sich eingebettet auf der linken Seite, während die einzelnen Weg-, Routen- oder Trackpunkte im Listenbereich auf der rechten Seite angezeigt werden. Dort lassen sie sich sehr einfach umbenennen, umsortieren, ergänzen oder löschen. Klickt man einen Punkt in der Liste mit der Maus an, wird er in der Karte mit einem von Google Maps bekannten Stecknadel-Symbol markiert. Diese Symbole kann man auf der Karte nun bei gedrückt gehaltener linker Maustaste einfach an eine andere Stelle verschieben. Damit lassen sich Wegpunkte, Routen und Tracks sehr komfortabel bearbeiten. Die Koordinaten werden in der Liste automatisch geändert. In umgekehrter Weise kann man an einer beliebigen Stelle in der Karte auch mit der rechten Maustaste klicken. Es erscheint dann ein Auswahlmenü, wobei man mit »Insert« einen neuen Punkt anlegt. Damit lassen sich beispielsweise Punkte zu einer beliebigen Route hinzufügen oder eine Route komplett neu erstellen. Der »RouteConverter« berechnet straßengenau automatisch die Strecke zwischen den einzelnen Punkten und zeigt sie in der Karte als blaue Linie an. Nach Bedarf lässt sich im unteren Teil der Software ein Höhenprofil anzeigen. Routen lassen sich mit dem »RouteConverter« nicht nur umkehren, sondern auch mit einem Klick in Tracks umwandeln. Bei der Bearbeitung von Tracks lassen sich die Angaben zur Höhe und Geschwindigkeit an jedem Trackpunkt verändern. Für die Nutzung des »RouteConverter« benötigt man zwingend eine Online-Verbindung, was die mobile Nutzung etwas einschränkt. Für die heimische Tourvorbereitung sollte die Software aber in keiner Sammlung fehlen. Da der Entwickler Christian Pesch sich bei der Programmierung für Java entschieden hat, läuft der »Route Converter«, eine aktuele Java-Installation vorausgesetzt, auch unter Linux und auf Macs. Hinter dem Reiter »Durchstöbern« in der Listenansicht auf der rechten Seite verbirgt sich eine Tauschbörse mit einer Menge Tourvorschlägen nicht nur für Motorradfahrer. Auch Wanderer oder Radfahrer werden hier fündig. Wer die vorgegebenen Touren nutzen oder eigene beisteuern möchte, muss sich einmalig registrieren. Der »RouteConverter« ist eine Open Source-Software und steht kostenlos zum Download bereit. Er wird sehr engagiert gepflegt und laufend weiterentwickelt, ein absolutes Muss für alle GPS-Freunde. Herunterladen kann man den »RouteConverter« unter www.routeconverter.de.

Touratech QV 5

Schon bisher galt »QV«, die Navigationssoftware von Touratech, als ideales Werkzeug zur Tourenplanung, aber auch als komplex und einarbeitungsbedürftig. Nun gibt es »QV« in der Version 5. Der Leistungsumfang ist bei der komplett neu programmierten Software sogar noch gestiegen, die Bedienung dank umfangreicher Assistenten nun aber deutlich einfacher.
Gerade wer viele Kartensätze und auch größere Toursammlungen verwalten wollte, fand auch bisher kaum etwas besseres als »QV«. Doch gerade Ungeübte fiel die Bedienung bei der Version 4 bisweilen schwer und die immensen Möglichkeiten der Software wirkten mitunter erschlagend. Musste man sich vorher oftmals noch etwas mühsam durch Menüs klicken, erleichtern umfangreiche Assistenten bei »QV5« beim Start einer Karte, beim Anlegen von Routen und Tracks oder bei vielen anderen Funktionen deutlich die Arbeit. Die Assistenten leiten Schritt für Schritt durch die Prozesse.
Geblieben ist vom Vorgänger die große Vielfalt der darstellbaren Karten. Ganz gleich ob Raster- oder Vektorkarten, topografische Daten oder Satellitenbilder, auch mit der neuen Version von QV kann man fast alles nutzen, sogar Karten selbst scannen und kalibrieren.

Online-Karten
Eine der auffälligsten Neuerungen ist jedoch die Integration von Online-Kartendiensten. Damit lassen sich Daten von Google Maps und Satellite über Bing bis zu Yahoo und natürlich Open Street Maps direkt in QV öffnen. Auf den Online-Karten lassen sich dann auch Routen und Wegpunkte erstellen. Damit man die Online-Maps aber mit Spaß nutzen kann, ist eine schnelle Internetverbindung ratsam. Möchte man einen Kartenausschnitt für den schnellen Zugriff ohne Netzverbindung bereit halten, lässt er sich einfach mit der Funktion »Kartencache füllen« auf die Festplatte herunterladen.

Navigation in 3D
Sehr spektakulär ist außerdem die Möglichkeit Karten dreidimensional darzustellen. QV 5 kann in Verbindung mit entsprechenden Höhendaten alle kompatiblen Raster- oder Vectorkarten und auch die Online-Maps in einer erstaunlich realistisch wirkenden, dreidimensionalen Reliefdarstellung anzeigen.Gerade der 3D-Modus stellt aber gewisse Anforderungen an die PC-Hardwear, wobei QV5 nun auf einer gänzlich neuen Programmiersprache beruht und daher auch bestens auf moderne Computer mit Mehrkernprozessoren abgestimmt ist. So eingebundene Satellitenaufnahme zeigen dem Nutzer nun, was Vektorkarten alleine bislang nicht sagen konnten, nämlich ob das Ziel und die Strecke landschaftlich wirklich schön und interessant sind.

Kartenvielfalt
Alle Daten von Routen über Tracks und Wegpunkte bis hin zu Karten lassen sich wie gewohnt höchst komfortabel über den so genannten »Explorer« verwalten, der ähnlich wie das gleichnamige Windows-Pendant aufgebaut ist. Besonders Geocacher werden sich freuen, dass nun auch die zu den Caches gehörenden »Pocket Querries« von Geocaching.com direkt eingelesen werden können.
Verbessert wurde zudem die Kommunikation mit unterschiedlichen GPS-Geräten von TwoNav, Garmin, Magellan, Tom Tom und noch einigen anderen. Dabei kann QV natürlich viele Dateiformate lesen und umwandeln.
Ebenfalls neu ist die Möglichkeit mehrere Rasterkarten in einem Kartenfenster als Overlay anzuzeigen. Bislang konnten nur Vektorkarten über Rasterkarten oder Satellitenbilder gelegt werden, etwa um in der Satellitenaufnahme auch das Straßennetz einzublenden. QV5 kann nun beispielsweise auch mehrere topographische Karten, selbst mit unterschiedlichen Maßstäben nahtlos aneinander fügen, oder sogar Online-Karten wie Google Maps und Satellite.
In Verbindung mit der Vektorkarten von Navteq mit Navi-Upgrade kann »QV5« auch strassengenaues Routing. Auf einem Laptop mit angeschlossenem GPS-Empfänger geht das auch im GPS-Online-Modus in Echtzeit. Bedient werden kann die Software dann auch m Touchscreen-Modus, besonders gut etwa auf Tablet-PCs. »QV5«-Standard mit Navteq-Navi-Europa gibt es zum Bundle-Preis von 259 Euro
Der Track-Prozessor ermöglicht eine umfangreiche Bearbeitung von aufgezeichneten Tracks. Diesen können automatisch Bilder anhand des Zeitstempels in den EXIF-Dateien zugeordnet werden, die aufnahmen lassen sich so also spielen georeferenzieren und in der Karte anzeigen. Außerdem gibt es ein Astronomiemodul. Damit lassen sich passend zur Position Planeten und Sternenkonstellationen einblenden.
Zu den vielen großen und kleinen Dingen, die nun einfacher und schöner sind, gehört nicht zuletzt die Freischaltung, beziehungsweise Lizenzierung der Software. Sie ist weiterhin schriftlich, per Fax oder Telefon möglich, lässt sich jetzt aber auch ganz bequem online erledigen.

Versionen
Die Basisversion von QV gibt es zum Preis von 79 Euro unter www.ttqv.com oder bei Touratech mit eingeschränktem Kartenmaterial und Darstellungsoptionen. Die Standard-Version kostet 169 Euro, bringt eine Navteq-Karte von Europa in voller Detaillierung mit und beherrscht auch die 3D-Ansichten. Nochmals umfangreicher sind die Power User und eine Professional-Version, die allerdings erst später folgen werden. Wer bereits eine Variante von »QV4« besitzt kann auch eine kostengünstigeres Update erwerben.

TYRE - Nicht nur für Tom Tom

Ein kleines, aber sehr feines Programm zur Routenplanung hat der Niederländer Jan Boersma mit der Software »Trace Your Route Everywhere« oder kurz »Tyre« geschaffen. Erstmals stand »Tyre« im Februar 2006 zum Download bereit. Die Grundidee bestand darin, Googel Maps zur Routenplanung für Navigationssysteme von Tom Tom zu nutzen. Das funktionierte auf Anhieb so gut, dass Tyre beim Verkaufsstart der »Tom Tom Rider 2nd Edition« sogar Bestandteil der beiliegenden Tom Tom-Home Software wurde. Aber auch weiterhin steht »Tyre« unter http://www.janboersma.nl/gett/index.php zum kostenlosen Download bereit.

Beim Start erscheint zunächst ein kleines Fenster in dem sich Routen, Tracks oder Wegpunkte in unterschiedlichen Formaten öffnen lassen. Dabei liest die Software nicht nur Tom Tom eigene, sondern nahezu alle gängigen Format für Geodaten. Und natürlich kann Tyre die Daten auch wieder in entsprechenden Formaten ausgeben.

Zur Routenplanung oder zur Darstellung von Daten auf der Karte wird in einem bildschirmfüllenden Fenster das Kartenmaterial von Googel Maps geladen, wahlweise auch in der Gelände- oder Satelliten-Ansicht. Auf der Karte lassen sich dann mittels Mausklick Wegpunkte erstellen, verschieben und zu einer Route zusammenfügen. Auf der fertig erstellten Tour kann man anschließend eine Fahrt simulieren. Sowohl in der Karten-, als auch in der Listenansicht kann man die Reihenfolge der Wegpunkte leicht ändern, Teile herausschneiden und einfügen, oder eine gesamte Tour umkehren.

Wegen der nach wie vor engen Verzahnung kann man die Wegpunkte und Routen auch direkt an »Tom Tom Home« oder zu einem angeschlossenen Navi senden. Sehr gut gefällt die integrierte Verwaltung für »Points of Interest«, kurz POIs auf Tom Tom-Geräten. Damit lassen sich POI-Sammlungen auch aus eigenen Sammlungen erstellen, installieren oder die installierten auf den neusten Stand bringen.

Auf Knopfdruck sendet Tyre die erstellten Tour- und Wegpunkte-Daten auch an Googel Earth. Und mittlerweile versteht sich Tyre auch richtig gut mit Garmin-Geräten. Von ihnen können Wegpunkte, Routen und Tracks ausgelesen, beziehungsweise an sie gesendet werden.

Tyre benötigt wenig Speicherplatz und lässt sich daher auch gut auf einem USB-Stick installieren und von dort starten. Damit kann man unterwegs von nahezu jedem Windows-PC weltweit Daten bearbeiten. Die wichtigste Voraussetzung beleibt aber ein vorhandener Internetzugang, denn ohne diesen stehen die Kartendaten von Googel nicht zur Verfügung.

Mangels sinnvoller Alternativen ist »Tyre« für alle Tom Tom-Nutzer eine absolutes Muss und für alle Garmin-Eigner eine echte Bereicherung.